Skip to content

Stirnband mit Twist stricken

Winterzeit ist für mich Strickzeit. Und das freut mich jeweils besonders. Vor allem wenn das Ergebnis so schön und nützlich wie mein neues Stirnband ist.

Meine Grossmutter hat früher immer gestrickt, und zwar meistens Wollsocken für meinen Vater. Als sie starb, war er immer auf der Suche nach Zulieferern von selbstgestrickten Socken und so habe ich ihm vor Jahren zu Weihnachten ein Paar gestrickt. Da habe ich gemerkt, dass das Stricken (oder „Lisme“ wie es hierzulande heisst) ein super gemütlicher Zeitvertrieb ist, das perfekt zum TV oder Serien schauen passt. Oder auch im Zug, im Büro in der Mittagspause oder sicherlich auch sonstwo strickt es sich wunderbar 🙂 Und wenn man schliesslich etwas Selbstgemachtes, das schön warm gibt, in den Händen hält, ist es doch doppelt schön.

Deshalb wollte ich auch diesen Winter unbedingt wieder etwas stricken. Bereits vor 2 Jahren habe ich mir ein Stirnband selbstgemacht (damals gehäkelt) und da ich eher nicht so der Mützentyp bin, und bereits genügend Schals besitze, musste es wieder ein Stirnband sein. Vielleicht traue ich mich bald mal an ein paar Fäustlinge ran 🙂

Ich habe mich für ein relativ einfaches Bündchenmuster mit einem mittigen Twist entschieden. Farblich habe ich dunkelgraue und schwarze Wolle, die ich noch rumliegen hatte, kombiniert. Mir gefällt der Effekt des diffus gesprenkelten Musters. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch kleine Fehler (die ich natürlich nie mache :p) etwas untergehen 🙂

Und jetzt die Anleitung, die für jeden machbar ist, der anschlagen, rechte & linke Maschen stricken und abketten kann. Mehr als diese Basics braucht es nicht.

  • Genügend Maschen anschlagen, damit das Stirnband eine gute Breite habt. Bei mir sind es ca. 8cm mit 28 Maschen, aber das hängt natürlich von eurer Wolle und den Nadeln ab. Am besten zuerst eine Strickprobe machen, da man erst nach ein paar gestrickten Reihen sieht, wie sich das Ganze zusammenzieht, vor allem wegen dem Bündchenmuster. Wenn es irgendiwe aufgeht, wählt am besten eine Maschenanzahl, die durch vier teilbar ist. Das macht das rechts-links-Stricken und auch den Übergang im Twist einfacher.
  • Dann jeweils 2 Machen rechts und 2 Maschen links stricken. Und zwar bis zur Hälfte der gewünschten Länge. (Daran denken, dass die Wolle sehr dehnbar ist. Also lieber etwas knapp bemessen!)
  • Die erste Hälfte der Masche auf eine zusätzliche Nadel heben. Den Rest der Maschen mit dem Anfangsfaden normal stricken. Hier darauf achten, dass man sehr schnell wieder ins 2-2-Muster kommt. Dann die erste Hälfte wieder auf die Nadel heben und ganz normal weiterstricken. Das sieht am Anfang sehr verdreht und wirr aus, erst nach ein paar Reihen sieht man den Twist schön.
  • Nun einfach bis zur gewünschten Länge (bzw. die andere Hälfte, damit der Twist mittig bleibt) fertigstricken und abketten.
  • Zum Schluss beide Enden mit den Endfäden zusammennähen und alle Fäden vernähen.

Das war auch schon der ganze Spuk. Gar nicht so schwierig, oder? Und dafür macht es ziemlich was her finde ich. Meine warmen Ohren sind jedenfalls zufrieden 🙂

Be First to Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.